Alles Folgende betrifft Peptide. Wir bleiben bei klarer Sprache, beziehen uns auf die Studienlage und trennen gut belegte Aussagen von offenen Fragen.
Zuletzt geprüft am 2026-01-16. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
== Wirkungsmechanismus == Gesunde Zellen können eigenes Asparagin herstellen. Leukämische Zellen (Lymphoblasten) bei der ALL können dies nicht. Sie sind daher abhängig von zirkulierendem Asparagin. Das macht man sich in der Behandlung mit Asparaginase zunutze. Asparaginase katalysiert die Spaltung von Asparagin in Asparaginsäure und Ammonium und sorgt so für eine niedrige Asparaginkonzentration im Blut. So bekommen die leukämischen Zellen nicht mehr genug Asparagin, um zu überleben.
Quellen: de.wikipedia.org
== Anwendung in der Lebensmittelindustrie == Asparaginase wird zur Verringerung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln eingesetzt. Asparagin ist eines der Edukte von Acrylamid. Neben der etablierten Verwendung von Asparaginasen aus Aspergillus-Arten können auch Asparaginasen aus Bakterien oder Hefen verwendet werden. Die Anwendung erfolgt meist beim Blanchieren, um das Durchdringen der Zellwand zu ermöglichen. In der Europäischen Union ist der Einsatz von Asparaginase zur Senkung des Acrylamidgehaltes in einigen Getreideprodukten, Kartoffelprodukten und Kaffee seit 2017 gesetzlich vorgeschrieben.
Quellen: de.wikipedia.org
== Studien == Sallan et al. (Signifikante Verbesserung des Krankheitsfreien Überlebens) EORTC (Vergleich von L-Asparaginase gewonnen aus E. coli, bzw. Erwinia Chrysanthemi) Desai et al. (Studie zum krankheitsfreien Überleben bei Kindern mit akuten Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphom)
Quellen: de.wikipedia.org
=== Crisantaspase === Crisantaspase (Asparaginase Erwinia chrysanthemi) wurde in Deutschland 1990 unter dem Namen Erwinase zugelassen als Bestandteil einer krebshemmenden Kombinationstherapie bei ALL im Kindes- und Erwachsenenalter hauptsächlich bei Patienten, die überempfindlich auf L-Asparaginase aus Escherichia coli, entweder nativ oder pegyliert (Pegaspargase), reagieren. Erwinia chrysanthemi (Name seit 2005 Dickeya dadantii) ist ein gramnegatives Bakterium aus der Familie der Pectobacteriaceae. Im Jahr 2019 wurde über anhaltende Lieferprobleme für Crisantaspase berichtet. Im Juni 2021 wurde eine rekombinant hergestellte Crisantaspase als Rylaze (Jazz Pharmaceuticals) in den USA zugelassen zur Behandlung der ALL und des lymphoblastischen Lymphoms bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die allergisch gegen die von E. coli abgeleiteten Asparaginase-Produkte sind. Das Mittel wird im Rahmen einer Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln verabreicht und intramuskulär injiziert. Der Wirkstoff ist identisch mit der nativen L-Asparaginase Erwinia chrysanthemi und wird durch Fermentation mittels eines gentechnisch veränderten Pseudomonas-fluorescens-Bakteriums hergestellt, das die für Crisantaspase kodierende DNA enthält. Das Analogpräparat war zuvor weltweit knapp geworden. Im Juli 2023 folgte die Zulassung in der EU unter dem Präparatenamen Enrylaze. Die Wirksamkeit von Crisantaspase wurde in der offenen, multizentrischen Studie JZP458-201 mit mehreren Kohorten mit insgesamt 102 Patienten untersucht, die entweder eine Überempfindlichkeit gegen von E.
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coli abgeleitete Asparaginasen hatten oder eine stille Inaktivierung erlebten. Die Bestimmung der Wirksamkeit basierte auf dem Nachweis des Erreichens und der Aufrechterhaltung der Nadir-Serum-Asparaginase-Aktivität (NSAA) oberhalb eines bestimmten Levels an Asparaginase-Aktivität. Die Studie ergab, dass die empfohlene Dosierung bei 94 % der Patienten das Ziel für die Asparaginase-Aktivität erreichte. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Crisantaspase gehören Überempfindlichkeitsreaktionen, Pankreastoxizität, Blutgerinnsel, Blutungen und Lebertoxizität.
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== Weblinks == Eintrag zu Asparaginase in der DrugBank der University of Alberta Drugs.com: Asparaginase Injection consumer information Datenblatt Asparaginase from Escherichia coli bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. Juni 2011 (PDF).
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Asparaginsäure, abgekürzt Asp oder D, ist in ihrer natürlichen L-Form eine der proteinogenen α-Aminosäuren. Wie die anderen Aminosäuren liegt Asparaginsäure im Körper normalerweise zwitterionisch vor. Zusätzlich ist jedoch die zweite Carboxygruppe deprotoniert, darum wird in der Biochemie statt L-Asparaginsäure oft die Bezeichnung L-Aspartat verwendet. Der Einbuchstabencode D für Aspartat wurde willkürlich zugeordnet, wobei als Merkhilfe asparDic acid vorgeschlagen wurde.
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